
Akupunktur
Bei der Akupunktur werden sehr dünne Nadeln präzise in bestimmte Punkte des Körpers gesetzt, die auf den sogenannten Meridianen liegen. Zunächst palpiert der Therapeut die relevanten Akupunkturpunkte, um die geeigneten Stellen für die Nadelung zu bestimmen. Diese Nadeln sind extrem fein und werden in der Regel mit den Händen eingeführt, wobei der Therapeut auf die korrekte Tiefe achtet, um die Akupunkturpunkte gezielt zu stimulieren. Während der Behandlung können die Nadeln abhängig von der gewählten Technik vorsichtig bewegt werden. Sie verbleiben üblicherweise etwa 20 bis 30 Minuten in der Haut. Die Nadeln werden vorsichtig entfernt, wenn die Behandlung abgeschlossen ist.

Moxibustion
Bei der Moxibustion wird Moxakraut (meist in getrockneter Form) verwendet, um Wärme auf bestimmte Akupunkturpunkte oder Bereiche des Körpers zu übertragen. Das Moxakraut wird oft zu einer Zigarre oder einem Kegel gerollt und an der Spitze zum Glimmen gebracht. Der Therapeut hält das glimmende Moxa über den Akupunkturpunkten oder direkt über der Haut, ohne dass es sie berührt. Je nach Technik kann das Moxakraut langsam über die Haut bewegt werden, um die Wärme gleichmäßig zu verteilen. Manchmal wird das Moxa auch auf der Haut fixiert, um eine kontinuierliche Erwärmung zu erzielen, ohne dass es in direkten Kontakt mit der Haut kommt.

Schröpfen
Schröpfen ist eine manuelle Technik, bei der Schröpfgläser auf die Haut gesetzt werden, um einen Unterdruck zu erzeugen. Der Therapeut beginnt damit, die Hautstelle, die behandelt werden soll, vorzubereiten, indem er sie gegebenenfalls mit etwas Öl oder Salbe einreibt, um die Gläser leichter zu bewegen. Das Schröpfglas bleibt in der Regel 5 bis 15 Minuten auf der Haut. In manchen Fällen wird das Glas während der Behandlung auch leicht bewegt, um eine größere Fläche zu behandeln. Die Intensität des Schröpfens kann durch die Größe der Gläser und die Dauer der Behandlung angepasst werden. Nach der Behandlung kann die Haut an den betroffenen Stellen gerötet sein, was auf die durch den Unterdruck angeregte Durchblutung hinweist.

Gua Sha
Gua Sha ist eine manuelle Technik, bei der ein kantiges Werkzeug, häufig aus Horn, Jade oder Edelstahl, über die Haut geschabt wird. Der Therapeut trägt zuerst ein leichtes Öl oder eine Salbe auf die Haut auf, um die Reibung zu minimieren und das Gleitvermögen zu erhöhen. Das Gua Sha-Werkzeug wird mit leichtem bis mittlerem Druck über die Hautoberfläche gezogen, wobei der Therapeut in der Regel entlang der Muskeln, Meridiane oder schmerzhafter Stellen arbeitet. Der Schaber wird in langen, gleichmäßigen Zügen oder kleinen kreisenden Bewegungen über die Haut geführt. Dabei wird in der Regel in Richtung des Kreislaufs oder der Muskelfaserbewegung gearbeitet. Die Schaberbewegungen können unterschiedlich intensiv sein, je nach Bedarf. Die Haut kann während der Behandlung leicht bis stärker gerötet werden, was als „Sha“ bezeichnet wird und durch die erhöhte Durchblutung entsteht. Die Behandlung dauert in der Regel nur wenige Minuten pro betroffenen Bereich. Gua Sha wird häufig an Rücken, Nacken, Schultern und Gliedmaßen durchgeführt, je nach den zu behandelnden Bereichen.

Qi Gong
Qi – meint die „Lebensenergie“ Gong – bedeutet „Arbeit“, aber auch „Fähigkeit, Können“ Qigong ist also die stete Arbeit am Qi, bzw. die Fähigkeit damit umgehen zu können. Qigong ist eine Praxis, die aus sanften Bewegungen, Atemübungen und Meditation besteht. Zu Beginn nimmt der Übende meist eine entspannte, aufrechte Haltung ein, oft im Stehen oder Sitzen. Die Füße sind schulterbreit auseinander und die Knie leicht gebeugt, um eine stabile Basis zu schaffen. Der Oberkörper ist locker, der Blick ruhig und nach vorne gerichtet. Die Übungen bestehen aus langsamen, fließenden Bewegungen, bei denen der Körper in verschiedene Positionen bewegt wird. Dabei wird auf die Atmung geachtet: Der Atem wird tief und gleichmäßig geführt, oft synchron mit den Bewegungen. Beim Heben der Arme atmet man ein, beim Senken aus, was den natürlichen Fluss der Energie (Qi) im Körper unterstützen soll. Die Bewegungen können sowohl sehr einfach als auch komplexer sein und beinhalten oft weiche Drehungen des Körpers, sanftes Dehnen und Strecken sowie das langsame Streichen der Hände über den Körper. Es werden auch Konzentrationstechniken verwendet, um den Fokus auf das innere Qi zu lenken und eine tiefe Entspannung zu erreichen.

Ernährung
Die chinesische Ernährungslehre ist eine Säule der Traditionellen Chinesischen Medizin. Nach einem ausführlichen Gespräch erfolgt eine individuelle Betrachtung Ihrer Ernährungsgewohnheiten und gesundheitlichen Anliegen nach den überlieferten Grundsätzen der TCM. Dabei werden traditionelle Konzepte wie Yin und Yang, Qi und die fünf Elemente einbezogen. Lebensmittel werden unter anderem nach ihren Geschmacksrichtungen, thermischen Eigenschaften und Zubereitungsarten eingeordnet. Auf dieser Grundlage erhalten Sie individuell abgestimmte und möglichst alltagstaugliche Ernährungsempfehlungen. Persönliche Vorlieben, Unverträglichkeiten, bestehende Erkrankungen und ärztliche Empfehlungen werden dabei berücksichtigt. Die Ernährungslehre der TCM beruht auf einem traditionellen alternativmedizinischen Erklärungsmodell. Ihre Konzepte sind wissenschaftlich nicht belegt und nicht Bestandteil der anerkannten Ernährungsmedizin. Die Beratung ersetzt keine medizinisch notwendige Ernährungsberatung oder ärztliche Behandlung.
